Stabile Seitenlage für Unfallfahrzeuge: Workshop "PKW-Sicherung nach VU" (16.04.2011)

Lärm von Aggregaten, Motoren und Generatoren schallen an diesem späten Samstagnachmittag des 16. April über das Werksgelände der Roto-Frank AG in Unteraichen. Zwei völlig deformierte und verbeulte PKW liegen übereinandergestapelt auf dem Firmenparkplatz. Während die einen Feuerwehrangehörigen die verletzten Fahrzeuginsassen betreuen, sichern andere Kameraden die Fahrzeuge und öffnen mittels hydraulischen Rettungsgeräten die Türen, um die Eingeklemmten patientengerecht retten und befreien zu können. Dieser schwere Verkehrsunfall mit verletzter Person - dargestellt durch eine Puppe - ist nur eine Übung des Unfall- und Rüstzuges der Leinfeldener Einsatzabteilung. Sie bildete den Abschluss eines vierstündigen Workshops zum Thema "Sichern und Zugang schaffen bei Verkehrsunfällen". Der thematische Schwerpunkt lag daher auf das richtige Abstützen und Stabilisieren von verunfallten Fahrzeugen, um deren weiteres Wegrutschen oder Umstürzen, und damit eine weitere Gefährdung, zu verhindern. Anhand verschiedenen Ausgangslagen und Positionen der Fahrzeuge, z. B. auf der Seite oder dem Dach liegend, lernten die Mitglieder der Einsatzmannschaft diverse Sicherungsmittel, wie etwa das sog. Abstützungssystem "STAB-FAST", Steckleitern und Verzurrgurte sowie Holzunterbauten auszuprobieren und deren Handhabung zu üben. Man könnte hierbei quasi von einer "stabilen Seitenlage für Unfallfahrzeuge" sprechen. Als nächster Schritt folgten richtige Taktiken und Vorgehensweisen, wie die Feuerwehr schnell und sicher zum Fahrzeuginnenraum gelangen kann - vergleichbar den behutsamen Spielzügen bei einem Geschicklichkeitsspiel wie etwa Mikado. Bereits vor einem Jahr wurden die Führungskräfte (Gruppen- und Zugführer) der Abteilung Leinfelden in einem ähnlichen Nachmittag mit dieser Thematik weitergebildet.
Dietmar Flasch, 23.04.2011

Hier ein paar Eindrücke vom Ausbildungsnachmittag...
