Unternehmerdialog: „LE ist ein Premium-Standort“

Die Herausforderungen für Wirtschaft und Kommunen zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit des Landes Baden-Württemberg sowie die Tagesverfügbarkeit der Freiwilligen Feuerwehr standen diesmal im Mittelpunkt des Unternehmerdialogs, zu dem die Stadt wieder in die Zehntscheuer geladen hatte. Es seien zwei ganz unterschiedliche, aber doch gleichermaßen bedeutsame Themen, betonte OB Roland Klenk, der mit Wirtschaftsförderin Angelika Goldak mehr als 100 Unternehmerinnen und Unternehmer begrüßen konnte.

Quelle: Stadt L-E

Vor großen Herausforderungen stehe man in der Tat, auch wenn der Aufschwung unvermindert anhalte, sagte Katrin Schütz, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau. Vom Technologie- und Strukturwandel in der Automobilbranche seien auch die Zulieferer betroffen. Das Land habe deshalb eine „Mittelstandsinitiative Mobilität“ gegründet. Bis zur Marktreife sauberer Fahrzeuge der neuen Generation werde es freilich noch dauern, und sie betonte: „Mit dem Verbrennungsmotor wird die Entwicklung neuer Technologien finanziert!“ Die Digitalisierung der Arbeitswelt hingegen betreffe alle Branchen, so die Staatssekretärin. Hier habe die Landesregierung die Initiative „Wirtschaft 4.0“ für kleinere und mittlere Unternehmen sowie für den Ausbildungsbereich in die Wege geleitet. Nachdem der Trend lange in Richtung Akademisierung geführt habe, rücke jetzt die duale Ausbildung wieder mehr in den Fokus, was gut sei, denn: „Baden-Württemberg hat heute schon den größten Fachkräftemangel, gerade in den IT-Berufen“. „Die kommunale Wirtschaftsförderung ist bei all dem ein wichtiger Partner“, so Schütz, „sie weiß, wo vor Ort der Schuh drückt.“ Und die Staatssekretärin betonte: „Leinfelden-Echterdingen ist ein Premium-Standort in einem erstklassigen Bundesland!“ Dass es in Betrieben aber auch ganz real brenzlig werden kann und dann rasch Hilfe vonnöten ist, daran erinnerte der zweite Referent des Abends. Wolfgang Benz, Stadtkommandant der Freiwilligen Feuerwehr Leinfelden-Echterdingen, gab einen Überblick über die Aufgaben und Einsätze seiner Truppe. 211 Aktive, davon 19 Frauen, sind den vier Wachen in der Stadt zugeteilt. Das Problem ist die Tagesverfügbarkeit in der Zeit von 6 bis 18 Uhr. Im Notfall soll innerhalb von zehn Minuten der erste Trupp vor Ort sein, nach 15 Minuten die nachrückende Wehr. Aber: „Je weniger unserer Aktiven hier arbeiten, umso schwieriger wird der reibungslose Einsatz!“ Benz warb dafür, in den Betrieben Mitglieder für die Freiwillige Feuerwehr bereitzustellen. Man brauche alle Altersgruppen und auch alle Berufsgruppen für eine gute Feuerwehrmannschaft. Für die Zeit der Ausbildung oder einen Einsatz, wenn die Ehrenamtlichen ihren Arbeitsplatz verlassen müssen, würden die Lohnkosten von der Stadt erstattet. „Und Sie haben außerdem einen kompetenten Fachmann im Betrieb“, so der Feuerwehrkommandant.




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